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Tierversicherungen

Tiere sind längst keine Sachen mehr – rechtlich wie emotional. Doch Krankheiten, Operationen und besondere Risiken sind über die Hausratversicherung kaum abgesichert. Auf dieser Seite finden Sie den schnellen Einstieg in die passende Sparte – und darunter das Wissenszentrum, um die Zusammenhänge wirklich zu verstehen.

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  • Pferdeversicherungen

Welche Sparte passt zu Ihrer Situation?

Die Tierkrankenversicherung erstattet tatsächlich angefallene Tierarztkosten für Hunde, Katzen und Pferde – von der ambulanten Behandlung bis zur Operation. Die Pferdeversicherungen bündeln fünf speziellere Bausteine mit fest vereinbarter Versicherungssumme: Kastration, Leibesfrucht, Trächtigkeit, Tierleben sowie Transport und Diebstahl.

Themenwelt-Wissen

Hintergrundwissen zu Tierversicherungen

Die beiden Karten oben führen Sie direkt zur passenden Sparte. Der folgende Wissensbereich ordnet die Zusammenhänge dahinter ein – vor allem, warum die Hausratversicherung hier oft nicht ausreicht und wie sich Kostenerstattung von einer fest vereinbarten Versicherungssumme unterscheidet.

Warum reicht die Hausratversicherung nicht?

Tiere sind gemäß § 90a BGB seit 1990 keine Sachen mehr. Trotzdem sind Haustiere häufig bis zum Neuwert in der Hausratversicherung mitversichert – allerdings nur, wenn eine der dort versicherten Gefahren (z. B. Feuer, Sturm, Leitungswasser) den Schaden verursacht hat. Für Krankheiten, Unfälle oder altersbedingte Beschwerden – die weitaus häufigsten Anlässe für einen Tierarztbesuch – besteht darüber gar kein Schutz.

Sie wissen bereits, dass Sie zu Ihrer Situation eine persönliche Einschätzung möchten?

Kostenerstattung oder Versicherungssumme?

Beide Kern-Sparten dieser Themenwelt folgen einem grundlegend unterschiedlichen Prinzip:

Tierkrankenversicherung Pferdeversicherungen
Prinzip Kostenerstattung tatsächlicher Tierarztrechnungen Fest vereinbarte Versicherungssumme pro Ereignis
Für wen Hunde-, Katzen- und Pferdehalter Pferdehalter (Zucht, Turnier, Freizeit)
Typisches Ereignis Kreuzbandriss, Darmverschluss, Kolik-Operation Kastration, Trächtigkeit, Tod, Diebstahl
Kombinierbar? Ja – beide Sparten ergänzen sich, statt sich zu ersetzen

6.000 €

So viel kostet im Schnitt eine Kolik-Operation beim Pferd – bei Komplikationen kann sich der Betrag schnell vervielfachen. Koliken zählen zu den häufigsten Gründen, weshalb ein Tierarzt beim Pferd gerufen wird.

Quelle: VEMA-Broschüre Tierkrankenversicherung, Stand 04/2026

Typische Situationen

In der Beratungspraxis sind es meist ganz konkrete Momente, die zeigen, welche Sparte relevant wird:

Anschaffung eines Hundes, einer Katze oder eines Pferdes

Der naheliegendste Moment, Tierkranken- und ggf. Pferdeversicherungen gemeinsam mit der Tierhalterhaftpflicht zu prüfen.

Erste größere Tierarztrechnung

Häufiger Auslöser, sich überhaupt erstmals mit dem Thema Tierkrankenversicherung zu befassen.

Kauf oder Zucht eines Pferdes, geplante Trächtigkeit

Der Moment, in dem die Pferde-spezifischen Zusatzprodukte konkret relevant werden.

Rassehund oder -katze mit bekannt höherem Krankheitsrisiko

Erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Tierkrankenversicherung finanziell lohnt.

Ihre Situation einordnen lassen

Diese Situationen kommen in der Beratungspraxis häufig vor – lassen Sie Ihre eigene Situation unverbindlich einordnen.

Kurze Einschätzung anfragen

Häufige Fragen

Fragen zur Einordnung zwischen den Sparten – Details zu einer einzelnen Sparte finden Sie auf der jeweiligen Spartenseite.

Nein. Die Tierhalterhaftpflicht deckt Schäden, die Ihr Tier Dritten zufügt (siehe Themenwelt „Haftpflicht & Rechtsschutz”). Die Tierkrankenversicherung und die Pferdeversicherungen sichern dagegen Ihr eigenes Tier ab – bei Krankheit, Unfall oder bestimmten definierten Ereignissen.
Nur sehr eingeschränkt: Ihr Tier ist zwar oft bis zum Neuwert mitversichert, aber nur, wenn eine der in der Hausratversicherung versicherten Gefahren (z. B. Feuer, Sturm, Leitungswasser) den Schaden verursacht hat – Krankheiten, Unfälle oder altersbedingte Probleme sind damit nicht abgedeckt.
Nicht zwingend, aber sinnvoll: Die Tierkrankenversicherung deckt laufende Behandlungskosten, die Pferdeversicherungen dagegen einmalige, existenzielle Ereignisse wie Tod, Diebstahl oder eine komplikationsbedingte Entschädigung bei einer Kastration. Welche Bausteine für Sie relevant sind, hängt von Zucht, Turnierbetrieb oder reiner Freizeitreiterei ab.
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  • Haftpflicht & Rechtsschutz – die Tierhalterhaftpflichtversicherung sichert die Haftung gegenüber Dritten ab, wenn Ihr Tier einen Schaden verursacht (nicht das Tier selbst): zur Themenwelt

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Steffi Heller – VOMA Assekuranz

Fachlich geprüft von Steffi Heller

  • Fachwirtin für Versicherungen und Finanzen (IHK)

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Letzte fachliche Aktualisierung: 09/07/2026